Der Kleingarten dient ja nicht nur der Selbstversorgung und der Ruhe in diesen wirtschaftlich düsteren Zeiten. Er ist auch eine kulturelle Errungenschaft, wo Generationen noch aufeinandertreffen. Hier kann man der Jugend noch weitergeben war man gelernt hat. Insbesondere ist es heute bedeutsam ihnen zu zeigen, wie die Vermehrung und Aufzucht funktioniert, damit sie später, wenn Not am Mann ist, sich selber mit dem Nötigsten versorgen können.
Man merkt schnell, dass trotz aller Vorurteile bei der Jugend doch ein Interesse besteht und es sich schnell herumspricht, daß man bei der Gartenarbeit etwas fürs Leben lernen kann. So dauerte es nicht lange, bis sich die Jugend aus der Nachbarschaft wie von selbst im Garten ansammeln.
Eine besonders wichtiger Teil im Kleingarten ist die Gemeinschaft. Hier treffen sich Jung und Alt zum gemeinsamen Wirken. Was am Grill zubereitet wird ist immer auch für alle da und wird redlich geteilt. Im Kleingarten bleibt niemand lang allein.
Anders als in der Welt außerhalb der Kolonie, soll hier keine Eifersucht oder Missgunst den Ton angeben, sondern Harmonie und Eintracht. Es ist ein geschossenes System mit eigenen Regeln. Daher kommt es auch nur in Ausnahmefällen, zumeist finale Abgänge vor, daß sich dich Kleingärtner außerhalb der Anlage treffen,
Auch wenn der Kleingarten nicht zum Dauerwohnen geeignet ist, so bietet er dennoch die gesamte Palette des ehelichen Alltags. Am Wochenende oder zum Mittagsschlaf bietet die Laube nicht den größten Komfort, aber wenn man sich ein wenig pragmatisch zeigt geht halt alles.
