Monika Subowski

Roman

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  • (1) Indizien

    „Jimmy Carter!“

    „Der 39. Präsident der USA“, trompetete Veronika ohne zu zögern und demonstrierte ein ausgefeiltes, zählbares Allgemeinwissen.

    „Das ist doch keine Frage, du dusselige Kuh!“

    „Tut mir leid Veronika, das ist leider keine Frage.“

  • (2) Der Friseur

    Donnerstags ohne Voranmeldung. Das war schlimmer als beim Arzt. Moni wusste wieder, warum sie so selten beim Friseur ihre Zeit vertat. Kein Termin frei, Wartezeit mindestens zwei Stunden, am besten aber erst Freitag gegen 14 Uhr. Der junge Angestellte tuschelte etwas mit seiner Kollegin, die Moni bediente.

    „Ja, also wenn Sie sich etwas gedulden, könnte ich Sie vielleicht in der Mittagspause zwischenschieben.“

  • (3) Auf die Plätze, fertig, los!

    Am nächsten Morgen wachte Moni spät auf. Abends sie hatte noch zwei kleine Gläser Sekt auf ihren so genialen Einfall mit dem Vertreterfest getrunken …

  • (4) Außenvertreter

    Natürlich kamen sie zu früh. Mit Volker war man immer zu früh dran. Die Veranstaltung fand in dem Festsaal einer Dorfgaststätte in einem der unzähligen Vororte statt. Ländlicher, rustikaler Jagdstil. Furnierte Eiche. Ein ausgestopftes, halbes Wildschwein hing Hauer fletschend über der Eingangstür.

  • (5) Home, sweet Home

    Von all dem Theater auf der Party hatte Volker scheinbar nichts mitbekommen. Er hatte sich ja überhaupt nicht um sie gekümmert, hatte nicht einmal bemerkt, dass sie bestimmt fast 45 Minuten auf dem Klo verschwunden gewesen war. Sie hätte dort an inneren Blutungen sterben können, ihr Volker hätte es nicht bemerkt …

  • (6) Top Job

    Volker gab sich wirklich reichlich Mühe. In den nächsten Tagen unternahmen sie eine Menge Sachen, die sie schon lange nicht mehr gemacht hatten. Im Gegensatz zu früher schien ihm ihr Gewicht egal geworden zu sein. Das war ihr sehr angenehm, dafür nahm sie gerne in Kauf sich täglich über eine Stunde zurechtmachen zu müssen.

  • (7) Heiße Luft

    Als Moni am Freitag frühzeitig nach Hause kam, fand sie Volker in der Küche mit dem Abwasch beschäftigt. Sie lachte schallend, als sie ihren Pilotenkoffer auf den Küchenstuhl gewuchtet hatte. Volker ließ sich anstandslos auf die Wange küssen …

  • (8) Eine echte Freundin

    „Natürlich, du kannst gerne eine Zeitlang bei uns wohnen, wenn du irgendwo unterkriechen möchtest“, erklärte Frauke, nachdem Moni ihr alles schon zum dritten Mal erzählt hatte und ganz nebenbei ihre sämtlichen Vorräte an Sherry vernichtet hatte.

  • (9) Unruhige Zeiten

    Am nächsten Tag holte Moni ihre Koffer wieder ab. Frauke war nicht gerade fit. Erst im Morgengrauen war sie nach Hause gekommen. „Hat sich das wenigstens gelohnt?“ wollte Moni wissen. „Wie man’s nimmt. Es war zumindest mal eine Abwechslung.“

  • (10) Die Löwengrube

    Am Montag war die Überraschung perfekt. Sebastian hatte sie bei der Wahl ihrer Kleider beraten. Moni hatte das selbst gewollt. Sie wusste nicht, was sie da geritten hatte. Aber sie vermutete: Wenn er ihre Haare so gut stylen konnte, dann wusste er auch, was sie am besten dazu tragen konnte …

Kapitel 1 - Indizien


Kapitel 2 - Der Friseur


Kapitel 3 - Auf die Plätze, fertig, los!


Kapitel 4 - Aussenvertreter & Lagerarbeiter


Kapitel 5 - Home, sweet Home!


Kapitel 6 - Top Job


Kapitel 7 - Heisse Luft


Kapitel 8 - Eine echte Freundin


Kapitel 9 - Unruhige Zeiten


Kapitel 10 - Die Löwengrube


Kapitel 11 - Abschleppunternehmen


Kapitel 12 - Frühstück zu dritt


Kapitel 13 - Wirklich gute Freunde


Kapitel 14 - Abschied



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