Muttis Miederhose


„Was ist das denn?“ fragte Moritz, der dabei war seine Wäsche von der von Marianne zu trennen. Seit sie zusammengezogen waren wuschen sie halt ihre Wäsche zusammen und da hatte Moritz Mühe manche seine Sachen wieder zu finden. Vor allem einzelne Socken.

„Das ist nicht von mir“, antwortete Marianne und lachte laut los. „Das ist Muttis Miederhose.“

„Na toll“, dachte Moritz jetzt landet auch noch die Wäsche seiner Schwiegermutter in Spe in seinem Wäschekorb. Peinlich berührt hielt das beige Ungetüm hoch. Hoffentlich kam Marianne nicht allzu sehr nach ihrer Mutter, denn die hatte einen gewissen Hang zur Fettleibigkeit. Moritz war sowieso nicht sicher, ob es eine gute Idee war, in das Haus seiner Schwiegermutter zu ziehen. Aber während des Studiums hatte er kaum Geld sich eine eigene Wohnung zu leisten und mit Marianne, die ebenfalls noch studierte, zusammen schon gar nicht.

„Gib schon her, ich bringe sie ihr hoch“, sagte Marianne immer noch lachend. Moritz hatte gar nicht gemerkt, dass sie versucht hatte ihm die Miederhose aus der Hand zu nehmen. Offenbar hatte er sie in Gedanken versunken festgehalten.

Die Schwiegermutter war nach dem Tod von Mariannes Vater ins obere Stockwerk gezogen, deshalb war Marianne ja auf die Idee gekommen hier unten einzuziehen. Er hatte zugestimmt, denn Mariannes Mutter war eigentlich unkompliziert. Sie kümmerte sich nicht darum, was Marianne tat, nicht so wie manche Schwiegermütter, die immer ihren Senf zu allem geben musste und eigentlich blieb sie da oben für sich. Manchmal kam sie zum Essen runter und das war auch in Ordnung. Zumal sie meistens kochte, weil Marianne und er kaum Zeit dafür hatten.

*

„Du trägst so was aber später nicht?“ versicherte sich Moritz, als Marianne wieder herunter gekommen war.

„Ganz sicher nicht!“ Marianne grinste immer noch breit und sagte: „Bevor du dich mit weiteren Fragen unglücklich machst: Ich werde auch nicht so eine Figur kriegen wie meine Mutter.“

Moritz war für diese Information dankbar und noch dankbarer dafür, dass sie es ihm erspart hatte danach zu fragen. Marianne war sportlich, manchmal sogar zu sportlich für ihn. Oftmals war sie dabei auch sehr laut, was Moritz sowieso nicht so gerne hatte, aber hier im Haus hätte er auf ihre Motivationschoräle gern verzichtet. Das war ihm peinlich, wenn andere Leute mitbekamen, dass seine Freundin Sex meistens mit Leistungssport verwechselte und entsprechende Anfeuerungsrufe hilfreich fand.

Seit er hier wohnte hatte er panische Angst, dass seine Schwiegermutter ihn irgendwann daraufhin ansprach. Aber das passierte nicht.

*

Was aber passierte war, dass schon wieder Wäschestücke der Schwiegermutter in seinem Korb gelandet waren. Auch wieder so eine riesige Miederhose, aber ebenso eine Bluse, zwei Büstenhalter und etliche Strumpfhosen. Moritz hatte das Gefühl, dass Marianne die Wäsche mit Absicht nicht sortierte, wenn sie sie aus der Maschine nahm. Vermutlich wollte sie ihn ein bisschen aufzuziehen. Moritz sortierte die Stücke aus und legte sie aufs Bett. Die sollte Marianne mal schön selber nach oben bringen. Ihm wäre das peinlich.

Als Moritz seine Wäsche weggeräumt hatte, fiel ihm ein, dass Marianne heute erst spät nach Hause kommen würde und Muttis Miederhose nun den ganzen Tag lang peinlich auf seinem Bett herumliegen würde. Vielleicht sollte er die Sachen einfach wieder runter in den Keller bringen und in die Waschmaschine stopfen.

Gute Idee. Er sammelte alles ein und brachte die kleinen Wäschehaufen hinunter in die Waschküche. Als er eine heruntergefallene Strumpfhose aufhob, kam ihm eine Sache aus seiner Jugend wieder in den Sinn. Damals hatte er immer die Beine der Frauen unter den kurzen Röcken bewundert, weil die so ebenmäßig und glatt aussahen. Das hatte ihn seinerzeit ziemlich erregt. Irgendwann hatte er gemerkt, dass diese Frauen braune, fast durchsichtige Strumpfhosen, also eigentlich in der Farbe ihrer Haut trugen und das das den Effekt verursachte, der ihn damals mehrfach Hand an sich legen gelassen hatte. Es fiel ihm auch wieder ein, dass er, mit sechzehn Jahren etwa, seiner Mutter eine ihrer Strumpfhosen gestohlen hatte. Die hatte er sich dann manchmal beim Onanieren über das Glied gezogen und einmal hatte er sie sogar angezogen. Allerdings war sie dabei kaputt gegangen, weil er seine Fingernägel nicht ordentlich geschnitten hatte.

Moritz erinnerte sich an das besondere Gefühl, dass er damals hatte.

Er hielt immer noch Muttis Strumpfhose in der Hand. Sie war seidig glatt und hauchdünn. Moritz betrachtete er seine Fingernägel, denn er wollte sie keinesfalls kaputt machen. Er legte die Strumpfhose auf die Waschmaschine und begann seine Hose auszuziehen. Es gab Dinge, die musste er einfach tun, wenn es ihm plötzlich in den Sinn kam. Da hatte es gar keinen Zweck sich Gedanken über Konsequenzen machen oder darüber nachzudenken, ob das jetzt wirklich sein musste.

Vorsichtig zog sich Moritz die Strumpfhose über seinen nackten Unterleib. Kurz darauf stand er nur mit der Strumpfhose und einem T-Shirt bekleidet vor der Waschmaschine und befühlte den Stoff über seinen Oberschenkeln.

Sie war oben verstärkt und sein Glied schaffte es kaum den Stoff abzuspannen, obwohl seine Erektion gefühlsmäßig hätte Beton sprengen können. Das fühlte sich mächtig gut an. Er streichelte über seine Erektion und befürchtete jeden Moment Muttis Strumpfhose zu ruinieren.

Das befürchtete auch Mutti. „Mach sie nicht kaputt, die war teuer.“

Moritz hatte sich dermaßen erschreckt, dass ihm nicht nur ein kleiner Schrei entfahren war, sondern er war auch so zur Seite gesprungen, dass er fast gefallen wäre. Aber Mutti hielt seinen Ellenbogen fest und gab ihm Halt.

Moritz hatte vor Scham weiche Knie und sein Herz hatte seinen gleichmäßigen Rhythmus verloren. Es raste. Er starrte seine Schwiegermutter in Spe an und wusste nicht was er sagen sollte.
Mutti lachte, genauso wie Marianne. Einen Funken zu sehr ins hysterische. Doch das erleichterte Moritz jetzt nicht. Denn es war klar, dass Mutti über ihn lachte, es war klar, dass sie es Marianne erzählen würde und es war klar, dass Moritz diese beschämende Situation nicht überleben würde.

„Fühlt sich toll an, nicht wahr?“ fragte Mutti. Sie hatte abrupt aufgehört zu lachen, offenbar hatte sie Angst, um die Gesundheit ihres potentiellen Schwiegersohnes bekommen, denn seine Gesichtsfarbe konnte sich von der einer Leiche nur noch um Nuancen unterscheiden.

„Ist dir das peinlich?“ fragte Mutti, als Moritz immer noch beklommen die Lippen zusammen kniff.

„Das ist nicht schlimm, was meinst du wie oft ich meinen Mann in meiner Unterwäsche erwischt habe?“

Darüber wollte Moritz jetzt nicht nachdenken. Er stand, nur in einer Damenstrumpfhose mit schwerster Erektion, vor seiner Schwiegermutter und wusste nicht weiter. Sein Herzschlag kam allmählich wieder in geordnete Bahnen, das Adrenalin schien sich so langsam in seinen Extremitäten aufzulösen, dafür fing er jetzt aber an zu schwitzen, während sich die Anspannung löste und in einer Spontanejakulation entlud.

„Na, die kannst du gleich wieder in die Waschmaschine stecken“, sagte Mutti trocken. Moritz brauchte nicht hinzusehen, um zu wissen was sie meinte. Er spürte deutlich, die sich im Stoff ausbreitende Feuchtigkeit.

„Ich kaufe Ihnen eine neue!“ bot Moritz mit leichtem Tremor in der Stimme an. Er konnte sich nicht vorstellen, dass Mutti diese Strumpfhose nochmal anziehen wollte.
„Nicht nötig“, stellte Mutti fest. „Wenn die gewaschen ist, ist sie so gut wie neu.“

Moritz wusste zwar, dass er jetzt irgendetwas sagen sollte, etwas Erklärendes oder wenigstens eine Entschuldigung, aber bekam den Mund einfach nicht auf.

Mutti schien ebenfalls auf etwas zu warten. „Weiss Marianne nicht, dass du ihre Wäsche trägst?“ Moritz schüttelte den Kopf. Es fiel ihm im Moment nicht ein, diese Unterstellung, dass er die Wäsche seiner Frau trug richtig zu stellen.

„Also ich werde es ihr nicht sagen, versprochen!“ Mutti Heike nahm ihre restliche Wäsche aus der Maschine und ging.

„Das bleibt unser kleines Geheimnis!“ flüsterte sie, als sie die Tür zur Waschküche schloss und ihn in seiner Strumpfhose dort stehen ließ.

Moritz war nicht glücklich über die Tatsache, dass er jetzt ein kleines Geheimnis mit seiner Schwiegermutter teilte. Aber er war glücklich darüber, dass sie ihn offenbar nicht verraten würde.

*

Heike hatte ihn auch nicht verraten. Aber sie grinste ihn regelmäßig beim Abendessen, beinahe frech, allemal aber übermütig an. Zwar merkte Marianne davon nichts, aber Moritz wusste, dass Mutti glaubte, dass er womöglich gerade Mariannes Unterwäsche trug.

So konnte das auf keinen Fall weitergehen. Als Moritz Heike beim Ernten der Möhren im Garten traf, nahm er sich stark zusammen und sprach das Thema an.

„Ich trage nicht die Unterwäsche meiner Frau“, erklärte er, was sie jedoch nur mit einem Grinsen quittierte. „Nein, ehrlich. Marianne hat doch gar keine Strumpfhosen im Schrank.“

Mutti Heike stutzte. Da hatte er Recht. Marianne trug nur Norwegersocken, Baumwollschlüpfer, weit geschnitten und Leinenröcke unter Strickjacken. Sie war ein echter Ökofreak. Selbst in Kleidersachen. Eine Strumpfhose aus Nylon hätte man in ihrem Schrank vergeblich versucht.

„Verstehe“, sagte Heike, nachdem sie einen Moment überlegt hatte. „Da hast du natürlich ein Problem.“ Sie legte die letzten Möhren. „Komm mal mit!“ forderte sie ihn auf. Das hörte sich jetzt nicht so an, als ob sie Widerspruch geduldet hätte.

Moritz, der die Sache jetzt gerne ein für alle Mal geklärt hätte, folgte ihr.

*

Heike öffnete in ihrem Schlafzimmer den rechten Kleiderschrank und zog eine Schublade auf.
„Strumpfhosen“, sagte sie. „Du kannst dich da jederzeit bedienen.“

Moritz schüttelte den Kopf. Er wollte das doch gar nicht. Es war doch nur das eine Mal gewesen. Und das war doch eher ...

„Und hier!“ fuhr Heike ungerührt fort. „Miederhosen, Bodys und ein Taillenkorsett. Keine Angst, das ist nicht meine Größe. Das sind die Sachen von meinem Mann, die sollten etwa in deiner Größe sein.“

Moritz schaute flüchtig in die Schublade und schüttelte erneut den Kopf. Mutti verstand das einfach nicht. Das war doch alles ein Missverständnis.

Heike zog eine Miederhose mit langen Beinen, hochglänzend, wie lackiert aus der Schublade. „Das war Franks Lieblingshose.“ Moritz starrte das Ding an und wäre am liebsten umgedreht und weggelaufen. „Keine Angst ist alles sauber, frisch gewaschen.“

„Das war doch nur ein Versehen. In der Waschküche“, schaffte es Moritz endlich den Mund aufzukriegen. „Ich bin so nicht ...“

Mutti schaute ihn verständnislos an. „Man zieht doch nicht aus Versehen eine Damenstrumpfhose an.“

„Doch!“ beharrte Moritz. „Ich wollte nur mal sehen, ob ...“ Weiter wusste er nicht.

„Du wolltest nur mal sehen, ob?“ wiederholte Mutti. „Wie das ist, wenn man sich in einer Nylonstrumpfhose versteift?“

„Ja, genau!“ sagte Moritz, der das Gefühl hatte, das Mutti ihn endlich verstand.

Heike verstand ihn viel genauer, als er sich selbst. „Und dabei habe ich dich dann überrascht und gestört?“

„Ja, genau“, stimmte Moritz erleichtert zu. Endlich ging es in die richtige Richtung.

„Verstehe“, sinnierte Heike. Sie griff in die Schublade und zog eine Strumpfhose heraus. „Dann kannst du es jetzt ja in Ruhe zu Ende probieren.“

Sie warf ihm die Strumpfhose zu und wollte rausgehen. „Du kannst sie dann ja in die Wäsche tun und wieder runterkommen, wenn du fertig bist.“

„Nein!“ rief Moritz, dem die Richtung gar nicht gefiel, in die sich die Sache jetzt schon wieder entwickelte. Er würde doch nicht hier in Muttis Schlafzimmer ihre Strumpfhose anziehen. Und schon gar nicht, wenn er wüsste, dass sie das wüsste.

„Warum nicht?“

„Weil ich so was nicht mache!“

„Ach so und im Keller ...“

„Schon gut“, winkte Moritz ab. Sie hatte ja Recht. Er hatte es ja schon gemacht. „Das war nur aus Versehen ...“

„Na, wenn das ein Unfall war, dann macht es ja auch nichts, wenn ich es Marianne erzähle“, stellte Heike mit einem leicht genervten Unterton fest. Sie war offenbar verärgert.

„Nein, ich möchte nicht, dass Marianne das erfährt.“

„Gut, ich will gar nicht wissen, warum nicht. Ich denke die hätte das sowieso kein Verständnis für. Die bumst ja auch, wie ein Jockey der einem Ackergaul durchs Rennen bringen will.“

Das war unverschämt und Moritz wollte ihr das auch sagen, selbst wenn sie Recht hätte, sollte sie nicht so über ihre Tochter sprechen.

„Ich mache dir einen Vorschlag“, sagte Mutti Heike. „Wir vergessen diese ganze Sache. Für immer. Aber erst mal ziehst du jetzt diese Strumpfhose an.“

„Und dann ist die Sache vergessen?“ fragte Moritz misstrauisch.

„Wenn du nachher dieses Zimmer verlässt, sprechen wir da nie wieder drüber, wenn du nicht willst und Marianne wird es auch nie erfahren.“

Was blieb Moritz schon anderes übrig. Er zog seine Hose aus, wollte die Unterhose anlassen und die Strumpfhose drüber ziehen.

„Ne, ne, so nicht. Ich hab deine Latte auch schon kommen gesehen. Schon vergessen?“

Ja, das hatte er bis eben gerade nicht mehr in seinem vordergründigen Erinnerungsspeicher gehabt. Bis eben.

Egal, er entledigte sich der Unterhose und streifte die Nylonstrumpfhose über.

Ob es daran lag, dass Mutti ihm dabei zusah, oder an der Strumpfhose selbst, jedenfalls bekam er eine Erektion, kaum dass sein Glied mit dem Nylonstoff in Berührung gekommen war.

Mutti grinste breit: „Sieht gut aus.“

Moritz zog die Strumpfhose vorsichtig ganz hoch, um nicht aus Versehen den Auslöser für seine geladene Waffe zu drücken.

„Zufrieden?“ fragte er zickig, als er wiedermal in T-Shirt und Strumpfhose vor seiner Schwiegermutter stand. Von der Erektion mal ganz zu schweigen.

Heike zog die Miederhose von vorhin aus der Schublade. „Und jetzt die drüber!“

„Kommt nicht in Frage!“ lehnte Moritz kategorisch ab.

„Probier doch wenigsten Mal!“

„So etwas ziehe ich nicht an!“

Heike ließ die Hose unschlüssig sinken. Dann sagte sie plötzlich „Gut!“ Sie legte die Hose beiseite, drehte sich um zog ihren Rock hinten hinauf bis zur Taille. „Dann fühl einfach mal.“

Moritz starrte auf den größten und breitesten Hintern, den er je gesehen hatte. Das Monstrum glänzte wie ein riesiger goldener Apfel, von dem man nicht genau wusste ob er ins oder aus dem Paradies führte, wenn man in ihn hinein biss.

„Fass den Stoff an und dann sag mir, dass dir das nicht gefällt!“

Der Stoff fühlte sich seidig glatt an. Der Hintern war fest, aber immer noch minimal nachgiebig und weich. Aber selbst dieses monströse Hinterteil wies eine höhere Spannkraft auf, als der wohltrainierte Hintern einer zwanzigjährigen. Moritz hätte Mutti gern gesagt, dass ihm der Stoff nicht gefiel, aber sein Stoffwechsel hatte diese Frage bereits anders beantwortet. Die freigesetzten Endorphine setzten jede weitere Willenserklärung außer Kraft und sorgten dafür, dass Moritz kommentarlos, die Miederhose nahm und über die durchnässte Strumpfhose zog.

„So“, sagte Mutti, die ihren Rock wieder über Schenkel in der mattschimmernden Strumpfhose, die Moritz jetzt auch gerne berührt hätte, gezogen hatte.

„Also, jetzt ziehst du deine Jeans da drüber und die Vereinbarung ist, du lässt die Sachen den ganzen restlichen Tag an. Wenn du sie mir morgen wiedergegeben hast, dann werden wir diese ganze Aktion aus unserer Erinnerung streichen. Für immer. Einverstanden?“

Moritz war einverstanden. Er wäre im Moment aber auch damit einverstanden gewesen Angela Merkels persönlicher Wahlkampfhelfer zu werden.

Moritz hielt sich an ihre Vereinbarung. Natürlich ließ sich Mutti das Abendessen heute nicht entgehen. Und während Marianne, von ihrem Seminar erzählte und warum die Bauern in Nicaragua von Monsanto wegen ihres Maisanbaus verklagt wurden, verspürte Moritz immer, wenn ihn Muttis Blick traf einen kleinen Höhepunkt in seiner Unterhose. Es war kein Dauerorgasmus, aber er kam regelmäßig dicht heran.

Als Marianne bei der Frage ankam, ob man überhaupt Patente auf Gene zulassen dürfte, hatte Moritz aufgehört Heikes Blick auszuweichen. Ihr andauerndes Lächeln schien außer ihm niemand zu bemerken, aber er war sicher, dass er es richtig deutet.

*

In dieser Nacht bemühte sich Marianne erstmals erfolgreich ihn vom Sprinter zum Langstreckenpferd zu verwandeln. Das freute sie offenbar, dabei wäre er jederzeit ohne Mühe gekommen, wenn sie eine solche Reithose, wie ihre Mutter getragen hätte.

*

Die Miederhose hatte er Am Abend, noch bevor er sich vor Marianne ausziehen musste bereits in der Waschmaschine deponiert. Er hätte Marianne wohl kaum erklären können, was er da als Unterwäsche trug. Das diese Miederhose nicht Muttis Größe hatte würde ihr wohl schwerlich auffallen, da sie sich i Allgemeinen mehr um die Bauern in Nicaragua als um den Haushalt und die Wäsche kümmerte. Nur, wenn sie ihre Tage hatte putzte sie wie ein Berserker die Küche und bügelte die halbe Nacht.

Mutti war wohl wenig überrascht, als sie Moritz zwei Tage später an ihrem Kleiderschrank erwischte. Das würde natürlich ihr Geheimnis bleiben. Allerdings begann Moritz dafür zu sorgen, dass seine Frau wenigstens anständig aß, bei ihrem Kampf gegen die Ökoverbrecher dieser Welt. Vielleicht würde sie ja eines Tages doch noch eine Miederhose brauchen. Bis dahin würde er wohl seine neue Vorliebe mit Mutti teilen müssen.

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