Eisige Zeiten

Weihnachtgeschichte

Dieses Jahr waren die Temperaturen schon Anfang Dezember überraschend in den Keller gefallen. Vorgestern war es noch beinahe schwül gewesen, gestern hingegen waren Werners Barthaare unter der Nase beim Aufwachen eisig verklebt gewesen. Und heute ...? Heute hatte es schon am Mittag eisige Minusgrade erreicht.

Es war Zeit sich über ein Winterquartier Gedanken zu machen. In diese Unterkünfte mit den all den anderen Obdachlosen wollte Werner nicht. Da wurde gestohlen, getrunken und es gab immer Leute, die sich überhaupt nicht benehmen konnten. Wenn er die Nähe von Menschen gesucht hätte, wäre er Eventmanager geblieben.

Im Moment suchte er eher die Nähe von Wärme. Eine Heizung nicht gerade, das war Luxus und verweichlichte, weil man am nächsten Tag draußen noch viel mehr fror. Nein, es ging nur um einen Schutz vor dem eisigen Wind, der ihn dieser Tage durch die Stadt trieb.

Gewöhnlich suchte er sich baufällige Gebäude und richtete sich dort einigermaßen ein, aber seit dem Unfall vor vier Jahren, als sie frühmorgens die alte Gewürzfabrik direkt über seinem Kopf wegsprengt hatten und er nur mit Müh und Not aus den Trümmern entkommen war, weil er in einem Nebengebäude geschlafen hatte, dass selbst nicht Teil der Sprengung war, hatte er Angst vor diesen Ruinen der Zivilisation.

Das war aber nicht das einzige Problem. An vielen klassischen Übernachtungsstellen in U-Bahn-Tunneln, Wartungsschächten bei Brücken und Ähnlichem wurde man regelmäßig von sogenannten Kollegen überfallen und ausgeraubt. Tagsüber noch die Kröten für einen Glühwein zusammengelegt und nachts kommt derselbe Kollege und klaut einem, was man noch am dem Leibe trägt.

Werner hasste Kollegen. Er hatte sie schon früher als er noch Arbeit hatte gehasst und daran hatte sich bis heute, auch auf der Straße, nichts geändert.

Nein, das alles war nichts für ihn. Sein inzwischen wertvollster Besitz war ein professioneller Satz Dietriche, den er von einem Kollegen geerbt hatte, der seine Türöffner letzten Winter plötzlich nicht mehr brauchte. Es war schon Schwerstarbeit gewesen, das Werkzeug aus seiner gefrorenen Innentasche zu bergen, aber gleich danach hatte Werner anonym die Polizei verständigt. Nur damit ihn die Hyänen der Straße nicht weiter fleddern konnten.

Seitdem er gelernt hatte mit dem Schlüsselersatz umzugehen, hatte er sich angewöhnt in den Vorstadtvierteln nach guten Übernachtungsmöglichkeiten zu suchen. Meistens mit Erfolg. Man glaubte gar nicht, wie wenig Wert die Leute darauf legten ihre Kellertüren an Garagen oder Gärten zu sichern. Die Vordertüren waren dermaßen verbarrikadiert und zusätzlich mit Alarmanlagen bestückt, aber die Kellertüren? Man durfte nur nie den Fehler machen, den Keller zu verlassen und weiter ins Haus vorzudringen. Gewöhnlich war spätestens die Tür zum Treppenhaus mit der Alarmanlage verbunden. So fand er häufig ein trockenes und warmes Plätzchen in einem Heizungskeller.

In der Regel besuchte Werner dasselbe Haus nicht zweimal, außer, wenn er in der Nähe nichts Passendes fand, konnte das vorkommen. Aber häufig merkten die Leute irgendwann, dass da jemand in ihrem Keller geschlafen hatte und waren von da an auf der Hut.

*

Heute hatte er es gut getroffen. Das Schloss war ein Witz. Das ganze Haus schien technisch noch auf dem Stand von vor hundert Jahren zu sein. Leitungen über Putz und der Heizbrenner machte aus dem Keller eine Sauna statt seine Wärme über die Pumpe in die oberen Zimmer zu transportieren.

Werner sah sich um. Es gab sogar noch einen Kohlenkeller mit einer alten Rutsche und einem halben Kubikmeter Briketts, die wohl niemand weggeräumt hatte, nachdem die neue Heizung eingebaut worden war.

Es gab einen Wäschekeller, mit Leinen und Wäsche, sinnvoller Weise gleich neben dem Heizungskeller. Da machte es Sinn hier auch im Winter die Wäsche aufzuhängen. Werner bewegte sich vorsichtig durch die drei Reihen fast getrockneter Wäsche. Außer einem Bettbezug, war es nur Frauenzeugs. Offenbar eine ältere Frau, sehr alt vermutlich. Werner berührte den Stoff der Nylons, die auf der Leine hingen. Es war lange her, das er so etwas in der Hand gehabt hatte.

Es gefiel ihm hier und es erinnerte ihn an seine Kindheit, als er in so einen Keller bei seiner Großmutter jedes Jahr auf die Suche nach Ostereiern gegangen war. Und auch sonst war das immer ein Ort gewesen, der magisch angezogen hatte, wenngleich er allein in den dunklen Gemäuern immer wieder mal leichte Anflüge von Angst verspürt hatte.

Werner war neugierig geworden. Entgegen seiner Gewohnheit erkundete er die anderen Räume. Den letzten richtigen Vorratskeller hatte er auch schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Ganze Reihen von Einmachgläsern mit Pfirsichen, Erdbeeren, Rhabarber und sogar Birnen. Manche waren derart verstaubt, dass Werner mit dem Finger dran reiben musste um zu erkennen, was sich hinter dem undurchsichtigen Glas befand. Er war im Paradies. Werner nahm sich ein sehr altes Glas mit eingemachten Birnen.

Aber es war unmöglich, dass Datum auf dem Etikett noch zu lesen. Ein Zischen, als der Bügelverschluss öffnete ließ ihn hoffen. Obwohl das Gummi bereits spröde an dem Glasrand klebte und förmlich zerbröselte, als er den Deckel öffnete.
Werner roch an der Flüssigkeit, fand keine Spuren von Schimmel und probierte vorsichtig ein Stück Birne. Die war süß. So süß, als hätte sie hundert Jahre im Zuckerbad gelegen. Das war gut. Das war so gut wie Weihnachten nur sein konnte.

Als er das Glas geleert hatte musste er wegen der ungewohnten Kost aufstoßen. Er stellte das leere Glas sorgsam zurück und beschloss es heute so richtig krachen zu lassen. Die Pfirsiche waren noch viel köstlicher als Birnen. Trotzdem schaffte er nur das halbe Glas. Es war einfach zu viel Frucht auf einmal für ihn. Er verschloss das Glas und wollte es sich für morgen zum Frühstück aufheben.

Werner hatte ein Prinzip. Er stahl nicht. Aus Prinzip nicht. Wann immer er sich in seinem Quartier etwas aus den Regalen nahm, zumeist, waren es Dosen, denn Eingemachtes war selten geworden, ließ er dafür etwas zurück. Quasi als Bezahlung. Heute stellte er ein kleines Holzpferd dorthin, wo er die Birnen und die Pfirsiche genommen hatte. Gut er war kein begnadeter Künstler, aber mit ein wenig Fantasie und Wohlwollen konnte man das Pferd schon erkennen.

Werner schnitzte häufig. Da er tagsüber in den Parks in denen er herum hing meistens recht viel Zeit hatte. Zumal er sich standhaft weigerte sich dem Alkohol zu ergeben, um die Leere zu füllen. Aber Schnitzen konnte man sich schon mal die Zeit vertreiben, vor allem, wenn man es nicht konnte.

Mit diesem Tag war Werner jedenfalls völlig zufrieden. Er legte sein Bündel in die Ecke hinter der Heizung und nutzte es als Kopfkissen. Den Schlafsack brauchte er hier und heute nicht. Er hatte eine ruhige und entspannte Nacht vor sich.

*

Seit langem hatte er sich angewöhnt auch im Schlaf wachsam zu sein. Immer auf der Hut. Er schlief wie eine Katze, die Ohren immer aufgerichtet und die Augen schmalspaltig geöffnet. Ihm entging nicht das Geringste, selbst im Tiefschlaf nicht. Schon gar nicht diese tapsigen Schritte. Noch bevor er die Augen ganz offen hatte, wusste er, dass da jemand im Raum war.

Er wusste, dass jemand sich an der Tür vom Waschkeller zu schaffen machte. Und er sah den tänzelnden Strahl einer Taschenlampe. Außer den Augenlidern bewegte Werner keinen Muskel. Er spekulierte darauf, dass man ihn noch nicht entdeckt hatte und jetzt wäre jede Bewegung verräterisch.

Diese Situation war Werner nicht unbekannt. Routiniert drehte er in Superslowmo den Kopf. Nichts anderes. Er wollte seinen Gegner gut im Blick haben, noch bevor der ihn gesehen hatte.

Es waren zwei und es waren keine Polizisten. Die trugen schwere Schuhe und Maglites. Das hier waren Turnschuhe und irgendein leistungsarmes Kaufhauslicht. Man konnte deutlich die Korona am Brennpunkt des Kegelreflektors erkennen. Das war unprofessionell.

Die Besitzer des Hauses waren es aber auch nicht. Denn sie mussten dort reingekommen sein, wo auch Werner sich Zutritt verschafft hatte. Durch die Gartentür. Kollegen? Nein. Die würden kein Licht machen, kein Geld für Batterien verschwenden.

Die Tür vom Wäschekeller wurde leise geöffnet und die Gestalten bewegten sich in Richtung Treppenhaus. So geschmeidig es seine alten Knochen zuließen schlich Werner ihnen nach.

Irgendwann würde Werner für seine Neugier noch mal einen hohen Preis bezahlen.

Auf der Treppe zu den oberen Geschossen wurde Werner klar, was das für Typen waren. Sie lebten auf und von der Straße, aber sie waren nicht wie er. Sie waren jung und sie brauchten Geld. Es waren einfach nur Diebe, die das Haus hier ausräumen und am nächsten Tag den Schmuck und was sie sonst noch erbeuten würden, gegen den Stoff ihrer Träume eintauschen würden.

Menschen ohne Respekt. Menschen ohne Ehre. Er sah die Schreckschusswaffe in der Hand des einen Einbrechers und wenn seine Vermutung wahr wäre und hier nur eine alte Frau daheim war, dann sollte sie heute Nacht besser einen tiefen und festen Schlaf haben. Denn, wenn sie erwachte, täte sie das vielleicht zum letzten Mal.


Werner kannte solche Typen. Er hatte genug davon auf der Straße kommen und gehen sehen. Eines aber hatten sie alle gemeinsam. Keinen Respekt.

Vielleicht war Werner alt und vielleicht war er nicht wirklich fit und vielleicht ... War das alles irgendwie egal. Er wusste, was zu tun war. Verhandeln zwecklos. Er griff den mit der Schreckschusspistole zuerst und ohne Warnung von hinten an. Der Schuss hatte die alte Dame bestimmt geweckt. Ganz sicher.

Werner hatte den Kerl im Schwitzkasten und ließ nicht mehr locker. Er sah sich um. Bis hier hin war alles gut, aber jetzt würde ihn wohl der zweite Mann angreifen und er hatte mit dem hier alle Hände voll zu tun. Mental bereitet er sich darauf vor sich so gut es ging mit Tritten zu verteidigen, doch das würde auf der schmalen Kellertreppe gar nicht so einfach werden.

Heute war sein Glückstag. Der andere Mann griff ihn keineswegs an. Er schrie nur: „Was soll denn das du Arschloch.“

Und damit meinte er nicht einmal Werner. Er hielt sich das Bein und hüpfte schreiend auf der Stelle auf und ab. Die Schreckschusspistole war wohl scharf gewesen und die Kugel steckte im Bein des Kollegen, der ursprünglich den Sack auf dem Rücken hatte.

„Ho ho ho!“ rief Werner und drückte so fest zu, wie er nur konnte.

„Hau den Idioten weg!“ keuchte der Mann, den Werner sicher im Schwitzkasten hatte.

„Wie denn, wenn du Schwachkopf mich anschießt!“ Der Angeschossene humpelte noch immer stöhnend auf einem Bein.

„Mach schon verdammt, der erwürgt mich!“

Aus dem Humpeln wurde eine Art Sprung und der Kerl traf mit seinem vollen Körpergewicht auf Werner, der daraufhin den Halt verlor sich aber weiterhin stur an den Hals des Einbrechers klammerte. So kam es, dass die drei gemeinsam, laut lärmend, die Treppe er hinunter stolperten, dann fielen und schließlich und am Absatz der Stiege wild durcheinander kugelten.

Jetzt war Werner in der eindeutig ungünstigeren Position. Zum einen lag er unten, zum anderen hatte er den Hals seines Gegners loslassen müssen.

Auch, wenn die Leute bei einem Penner anderes vermuteten, Werner war nicht bereit aufzugeben. Er versuchte, zumindest das Bein seines Gegners zu fassen zu kriegen. Aber vergeblich. Vielleicht flohen die beiden Pfeifen vor ihm und seiner Hartnäckigkeit, vielleicht aber auch vor den Polizeisirenen, die allerdings noch ziemliche weit entfernt zu sein schienen. Oder aber vor der piepsigen Stimme, die von da oben irgendwo zart hinunter rief: „Ist da unten jemand?“

Eine Antwort bekam die alte Dame erwartungsgemäß nicht, aber die beiden Halunken ergriffen tatsächlich die Flucht. Das waren echte Kumpels, denn der mit Knarre half tatsächlich dem mit der Kugel im Bein.

„Bleiben Sie wo Sie sind!“ rief die zittrige Stimme energisch. „Die Polizei ist unterwegs!“

Werner wäre jetzt auch gern geflohen. Aber erstens lagen seine Sachen noch im Heizungskeller und die konnte er nicht hier lassen. Das war alles, was er hatte. Und zweitens käme er mit seinem verstauchten Knöchel wohl eh nicht weit.

*

So kam es, wie es kommen musste. Die Polizei fand Werner am Fuße der Treppe und fragte nicht lange, was er da zu suchen hatte. Als sie die Dietriche bei ihm fanden, was der Fall klar. Er war hier eingebrochen und hatte es auf den Schmuck der armen, alten Dame abgesehen. Werner war eigentlich zu müde, um zu widersprechen. Aber er erzählte trotzdem, was vorgefallen war.

Er erzählte, dass er hier nur übernachten wollte, dass das Einzige, was er wenn überhaupt gestohlen hatte, ein Glas Pfirsiche gewesen wäre, dass er aber ein Holzpferdchen dafür da gelassen hätte und so weiter.

„Das soll ein Pferd sein?“ amüsierte sich einer dieser zwanzigjährigen Überfliegerbeamten.

„So, so. Ein angeschossener und ein bewaffneter Einbrecher und er hätte sie vertrieben“, stellte ein Zweiter belustigt fest.

Es war jetzt ein wenig unglücklich, dass die alte Dame eigentlich nur den Lärm gehört hatte. Auch war es nicht hilfreich, dass der Einbrecher die Kugel im Bein mitgenommen hatte und außer ihm, dem Penner eigentlich nichts und niemand mehr hier war, der seine Geschichte irgendwie bestätigen konnte.

Die Rechnung der Bullen war einfach. Werner war hier völlig besoffen eingestiegen, um die alte Frau auszurauben, war die Treppe runter gefallen, hatte sich den Fuß gebrochen, der übrigens tatsächlich gebrochen war und war somit auf frischer Tat von der Polizei erwischt worden.

„Hier müssten Sie noch Ihre Anzeige unterschreiben!“ erklärte der Polizist der alten Damen, die durchaus ein wenig tüttelig wirkte.

Doch die schüttelte nur den Kopf.

„Doch müssen sie!“ erklärte der Polizist nachdrücklich.

Die alte Frau sah auf ihre Pfirsiche, das klobige Holzpferd, den Schlafsack, dann sah sie Werner in die Augen und sagte mit fester Stimme: „Keine Anzeige!“

Die Polizisten stutzten einen Moment. Aber das kannten sie schon, dass die Leute zu feige waren Anzeige zu erstatten.

„Sie können sich das ja noch mal überlegen“, sagte der Dienstälteste. „Der Mann kommt jetzt erst mal in Untersuchungshaft, bis er Staatsanwalt über öffentliches Interesse entschieden hat.“

Die alte Frau nickte stumm.

„Wir werden Ihnen einen erfahrenen Kollegen schicken, der Sie über die heutigen Möglichkeiten in Sachen häuslicher Sicherheit aufklärt!“

Die alte Frau schüttelte den Kopf. „Ich brauch keine Videoüberwachung und solchen Schnickschnack. Ich habe Augen im Kopf und eine Seele im Leib. Und darum weiß ich, dass der Mann die Wahrheit sagt.“

Werner lächelte sie dankbar an. Das war nett. Aber die Wahrheit war, dass sie ihn einbuchten würden. Vielleicht nicht den ganzen Winter über, weil er nicht vorbestraft war, aber hoffentlich so lange, bis sein Knöchel wieder in Ordnung war. Drei warme Mahlzeiten. Beheizte Räume. Drei Monate würde er schon mit den „Kollegen“ klar kommen.“

„Hören Sie, Frau Winterthur. Ich glaube , Sie verstehen gar nicht in welcher Gefahr Sie sich befunden haben“, versuchte einer der Beamten der Dame zu erklären.

„Oh, das weiß ich schon, junger Mann!“ sagte Frau Winterthur. „Und ich weiß auch sehr wohl zu würdigen, wer mich gerettet hat.“

Frau Winterthur kramte in der Seitentasche ihres geblümten Morgenmantels herum, nahm etwas heraus und ging ganz dicht an Werner heran, der von zwei Polizisten sicher unter Kontrolle gehalten wurde.

„Kommen Sie jederzeit, wenn Not am Mann ist.“, sagte sie leise, nickte mit dem Kopf und drückte ihm einen Schlüssel in die Hand. Vermutlich war das ihr Kellerschlüssel.

Eisige Zeiten
Dieses Jahr waren die Temperaturen schon Anfang Dezember überraschend in den Keller gefallen. Vorgestern war es noch beinahe schwül gewesen, gestern hingegen waren Werners Barthaare unter der Nase beim Aufwachen eisig verklebt gewesen. Und heute ...?
Der Rutenklaus
„Mutter! Es ist der Weihnachtsmann! Mutter!“ schrie Jan rannte aufgeregt den Flur hinunter in Richtung Küche. Martina kicherte und hielt ihrem Vater die Tür auf. „Du kannst doch den Weihnachtsmann nicht einfach vor der Tür lassen und weglaufen“, rief sie ihrem Bruder nach. …
Ein Laster voller Geschenke
„Aber Schatz, sei doch nicht so traurig“, versuchte Walther seine kleine Tochter Vera zu beruhigen. „Papa ist nun mal Polizist und die müssen auch über Weihnachten aufpassen, dass nichts passiert.“ „Und wenn der Weihnachtsmann dann gar nicht kommt, wenn nicht alle zu Hause sind?“ …
Hermine hat eigene Pläne
„Nicht schon wieder“, stöhnte Hermine, als sie das Telefon eingehängt hatte. „Dieses Jahr nicht!“ Aber Hermine wusste, dass sie es nicht ablehnen konnte, ihrer Schwester mit den kleinen Zwillingen zu helfen. Alle anderen aus der Familie hatten sich ja auch dazu bereit erklärt, zu helfen. Also fand die große Familienfeier in diesem Jahr eben bei ihrer Schwester Ulrike statt.