Die Fleischerin ums Eck

Splitter

Ich bin zwar keine Hausfrau, aber ein Hausmann. Zwei Kinder zu versorgen ist auch eine Menge Streß und Arbeit. Aber es gibt einen Lichtblick in der täglichen Quälerei des Einkaufs. Die Fleischerei ums Eck. Na gut, nicht wirklich die Fleischerei sondern mehr die Fleischerin.

Der Fleischkonsum unserer Familie ist seit einiger Zeit deutlich gestiegen. Ja, ich muß beinahe täglich in die Fleischerei. Mechthild, so heißt Fleischerin zieht mich magisch an.

Es ist ein schlechter Tag, wenn ich nicht von ihr bedient werde, sondern von dem Fleischer Höchstselbst. Manchmal habe ich jedoch Glück, wenn ich allein im Laden bin und Mechthild mich sieht lüftet sie dennoch ein wenig den Kittel, so daß man ihren weißen Hüfthalter sehen kann. Doch am liebsten werde ich natürlich von Mechthild bedient, es ist einfach erotisch, wie sie die Würstchen eintütet oder einem einen Filetstrang in beiden Händen präsentiert. Ich mag es einfach zuzusehen, wenn sie mit ihren rosigen, kräftigen Armen, die kaum durch den Nylonkittel verdeckt sind in den Fleischbergen der Theke herumwühlt.

Inzwischen lächelt sie, wenn sie merkt das ich wieder mal ein ganzes Rinderfilet kaufe und mir fast den gesamten Vorrat zeigen lasse. Aber diese Fleischmassen in den geübten Händen der Fleischerin zu sehen, erregt mich einfach.

Daß Mechthild mich überhaupt zur Kenntnis nahm kam so: Eines Tages kam sie mit dem Fahrer des Lieferservice aus dem Kühlhaus. Ihr Mann bediente mich derweil und zeigte mir verschiedene Koteletts, die er ungeschickt mit einer Fleischgabel zur Begutachtung über den Tresen hielt.

Was ihr Mann nicht sehen konnte, ich aber wohl bemerkte, war, daß die unteren beiden Knöpfe des Kittels der Fleischerin noch offen waren. Man konnte deutlich den Rand ihres Mieders sehen und etwas wo man eigentlich Haare erwartet hätte. Ich sah auch wie der Fahrer im Vorbeigehen ihr dort hin faßte und laut "Tschüss" rief. Außer mir war keiner im Laden. Also versuchte ich ihr mit einem Blick zu verstehen zu geben, daß ihre Knöpfe noch offen waren.

Sie lächelte erst verständnislos und dachte ich würde mich über Lieferflegel echauffieren. Aber dann bemerkte sie die offenen Knöpfe und schloß sie schneller als ihr Mann das Gewicht von der Waage ablesen konnte. "Ich mach das schon", löste sie ihren Mann ab und zwinkerte mir zu.

"Meinetwegen, hätten sie die natürlich nicht zumachen müssen", flachste ich, als wir unter uns waren.

"Ich weiß", sagte sie und fortan sah ich bei jeder Gelegenheit mehr von ihr, als gut für mich war. Mal konnte man durch die Ärmel bis zum Verschluss des BHs blicken, mal hob sie auch einfach unverblümt den Kittel an, wenn keiner im Laden war, oder sie beugte sich so vor in die Kühltheke, daß man ihr im Spiegel hinter dem Tresen fast bis zum Bauchnabel gucken konnte.

Ich lasse mir jetzt gerne und regelmäßig von Mechthild ihr Fleisch zeigen. Und damit meine ich nicht nur das aus der Kühltheke. Es gibt halt gute Gründe gegen den Einkauf im Supermarkt, denn hier ist der Kunde noch König.