Milena Velba

Die Königin der Brüste

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Ein fiktives Interview mit Milena Velba, der Königin der Brüste, das ich nach dem dritten Weizen an einem Sommerabend auf dem Balkon geführt habe und das zu der Erkenntnis führte, daß Sommernächte und Bier irgendwie ernüchternd wirken können.

Frager: Frau Velba mich würde interessieren, was Sie so privat für Kleidung bevorzugen. Laufen Sie zuhause auch den ganzen Tag mit Nylons und Strumpfhalter herum?

Milena Velba: Nein, eher nicht. Gewöhnlich trage ich eine ganz normale Jogginghose und einen weiten Pullover oder ein Sweatshirt.

Frager: Sehr weit vermutlich.

Milena: Sehr weit, ja. Und sehr bequem vor allem.

Frager: Also keinen Bullet Bra?

Frau Velba: Natürlich nicht. Bettie trägt solche Sachen auch in ihrer Freizeit. Ich bin eher der gemütliche Typ. Fernsehen, Knabberkram und Jogginghose.

Frager: Bettie Ballhaus? Die haben Sie ja, wie man lesen kann, im Internet kennengelernt und haben daraufhin ihre eigene Seite aufgemacht …?

Milena: Ganz so war es nicht. Also Bettie habe ich im Einführungskurs über logische Propädeutik kennengelernt. Sie war damals Gaststudentin in Prag.

Frager: Sie haben studiert?

Milena Velba: Ja, damals noch Philosophie und Soziologie…

Frager: … aber haben dann abgebrochen, um eine Karriere als Internet-Modell zu starten?

Miss Velba: Äh nein. Warum?

Frage: Tja, ich dachte …

Milena: Schräge Idee. Natürlich breche ich mein Studium nicht ab, weil ich zweimal in der Woche zu einem Photo-Shooting gehe.

Frager: Aha. Und haben Sie das Studium inzwischen abgeschlossen?

Milena: Ja. Als ich damals nach Deutschland zog, habe ich das Fach gewechselt. Mittlerweile habe ich in altgriechischer Philologie promoviert.

Frager: Altgriechische …

Milena Velba: Philologie, ja. Oder auch Gräzistik. Ich arbeite derzeit an meiner Habilitation. Das wird eine Arbeit über Anakreo …

Frager: Tja äh, lassen wir das und kommen wir zu etwas moderneren Themen. Ihre Brüste. Ja, was soll ich sagen, die sind ja nun riesig. Ich frag mal ganz direkt, sind die echt?

Milena Velba: Ja.

Frager: Eh …

Milena: Ja, die sind echt. Das sieht man doch oder?

Frager: Ja, irgendwie, eigentlich schon. War eine dumme Frage. Entschuldigung. Also, was sagt denn Ihr Mann dazu, daß sie solche Fotos machen.

Milena: Ich bin unverheiratet. Neben meiner Uni-Karriere, den Fotos und dem Kind bleibt keine Zeit mehr für Männer.

Frager: Bedauern Sie das?

Milena Velba: Was jetzt?

Frager: Das mit den Männern?

Frau Velba: Wohl kaum. Ich halte nicht viel von Männern. Die meisten haben Angst vor Frauen die ihnen geistig und körperlich überlegen sind. Und die, die keine Angst haben, sind meist schon verheiratet und wechseln das Pferd nicht wegen ein paar übergroßer BH-Schalen.
Das mit den Fotos ist ja gerade deshalb so erfolgreich, weil die Männer nicht so sehr dicht an einen herankommen müssen, um zu sehen, was sie sehen wollen. Wenn ich mal einen Mann privat kennenlerne, dann nimmt der entweder Reißaus oder wird sehr aufdringlich. Nein, ich bedauere es nicht, im Moment wenig Zeit für Männergeschichten übrig zu haben.

Frager: Tja, also dann. Da gehöre ich wohl zu denen, die Reißaus nehmen, ich habe da noch einen anderen Termin und muß jetzt ganz dringen los. Vielen Dank erstmal für das Gespräch…