Noisy Lobster

Crossdresser

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Der Begriff Crossdresser entstand im späten 19. Jahrhundert in dem schon damals prüden Amerika. Eigentlich sah man es im Mittelwesten der vereinigten Staaten eher ungern, wenn Frauen tiefe Ausschnitte trugen. Doch dem Einfallsreichtum amerikanischer Frauen ist es zu verdanken, dass in den Furchen ihrer Oberweiten immer wieder diese Kruzifixe oder Kreuze zu finden sind. Die Argumentation der hormongetriebenen aber hochreligiösen Frauen war, dass wenn sie keine tiefen Ausschnitte trügen, man ja das Zeichen des Herrn gar nicht sehen könnte. Und bezeichnete man diese Mode als Crossdressing. Also anziehen für das Kreuz. Die Kirche wäre mit dieser Modeerscheinung sicherlich zufrieden gewesen, zumal sich heraus stellte, dass kaum ein anderer Anblick junge Schäflein so anzog, wie das Kreuz des Herrn zwischen zwei prallen Äpfeln der Sünde. Kein anderer Ort der Welt eignete sich so gut, um für das Christentum zu werben, wie der Ausschnitt der Crossdresser.

Während die katholische Kirche noch Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts Frauen aufforderte sich als Crossdresser zu betätigen und das Zeichen des Herrn in Welt hinaus zu tragen, änderte sich die Einstellung der Kirche, als in vielen Gemeinden festgestellt wurde, dass die Ehemänner immer öfter, wohl aus Eifersucht über die religiös-propagandistischen Erfolge ihrer Frauen, versuchten es ihnen gleich zu tun. Damit auch ihre Kruzifixe nicht unter der behaarten Mannesbrust untergingen, rasierten sich viele Männer die Brusthaare, und begannen Frauenkleidung zu tragen, manche legten sich sogar künstliche Brüste zu, um dem Kruzifix, den gleichen Geltungsraum zu verschaffen, wie ihn die Damen von der Natur bekommen hatten. Damit begann sich das Bild der Crossdresser zu wandeln und aus der Frau die dem Zeichen des Herrn seinen gebührenden Platz bot, wurde zunehmen ein Begriff, der für Männer in Weiberkleidung stand und mit religiösem Wohlgefallen bald nichts mehr zu tun hatte. Die Crossdresser vertraten zwar die Vorstellung, dass es jedem Menschen frei stünde, wie er dem Herrn diene und vor Gotte alle Menschen gleich seien, als auch alle Menschen Brüste tragen dürften, doch der Vatikan sah das anders und verbannte, die Crossdresser in die Isolation der Häuslichkeit.

Pontifex Debilus widersprach der Auffassung der Crossdresser und verbreitet in einer Bulle, die Lehre von der Reinheit der Kreuzes und der Herrlichkeit der wahren weiblichen Brust. Nach diesem Dokument, war der Vatikan der Ansicht, dass auch das Tragen von Kreuzen zwischen künstlich erweiterten Brüsten nicht wirklich dem Wohle des Herrn diene. Nur die von Gott gegebenen Brüste sollten dem Herrn durch das Crossdressing dienen. Und um der weiteren Verwirrung ein Ende zu bereiten sollten diese wahren Dienerinnen das Herrn nicht länger als Crossdresser bezeichnet werden, sondern als Diva Mammae.